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 Sturz am Nachttisch

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Kommentare

27.01.2013 12:43 von Jens-Uwe Siedow

Ein - wie ich finde- überflüssiger Unfall, der hier geschildert wird, wobei ich davon ausgehe, dass der Nachttisch auf Rollen steht und somit eine Instabilität vorprogrammiert scheint. Schade, dass es zu solchem Verhalten kommt, denn hinsichtlich der Instabilität der üblichen, im Gebrauch befindlichen Nachttische wird der Gefahrenaspekt schon während jeder Ausbildung vermittelt. Üblicherweise sind diese Möbel seitens der Hersteller sogar mit Warnhinweisen ausgestattet, aus denen hervorgeht, dass ein Aufstützen zu gefährlich sei und eine Verletzungsgefahr beinhaltet.

Ich meine, hier eine äusserst grobe Fahrlässigkeit zu erkennen.

Leider wird auch im Umgang mit dieser Situation wird -wie so oft- ein unehrlicher/vertuschender Umgang mit einem Problem geschildert. Bedauerlich, denn ein offensiver, ehrlicher Umgang mit einer solch fehlerbehafteten Vorgehensweisen ist effektiver, um die Vermeidung für die Zukunft voranzutreiben. Aus Fehlern kann gelehrnt werden, auch aus solchen.


06.02.2013 16:01 von Anonym

Alles was nicht zur Hand ist, muss geholt werden, bei der allerbesten Vorbereitung und Routine kann was vergessen werden. Ist mir auch schon passiert. [...] Hilfreich wäre es sicher gewesen, wenn die zweite Person im Raum eingegriffen oder protestiert hätte, wenn ihr klar war, dass das kurze Abstützen am Nachttisch nicht funktioniert. Jeder im Raum ist mit-verantwortlich.

Ansonsten muß in der Pflegeplanung halt festgehalten werden: - nur mit Lifter arbeiten - oder: nur zu zweit arbeiten. Was aber leider meist absolutes "Wunschdenken" ist, weil das viel zu lange dauern würde, und zwei Pflegende doch meist verfügbar sind.

Dass Kompressen im Zimmer sind, ist sicher die große Ausnahme. Da aufgebrauchtes Material meist nicht umgehend aufgefüllt wird, ist es nachvollziehbar, dass die Pflegerin in ihrer Aufregung an die nächste "sichere" Stelle läuft, um Verbandsmaterial zu holen. Das sollte ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden.


08.02.2013 19:37 von J.-U. Siedow

Zum Kommentar vom 06.02.2013 15:01 von Anonym: Ich empfinde diesen Kommentar als verharmlosend und somit wenig förderlich, um aus solchen Situationen einen Lerneffekt zu erzielen. Es geht nach, wie vor, wohl eher um die Vermeidbarkeit einer Gefahrensituation, als um das Bereitstellen von Ersthelfermaterial. Der oft überstrapazierte Begriff des "Vernetzten Denkens und Handelns" ist im geschilderten Ablauf überhaupt nicht erkennbar, darin liegt aber die Krux. Es bedeutet doch schlichtweg nichts anderes, als auf einen zu gehenden Schritt auch die Konsequenzen dieses Schrittes zu kalkulieren. Das erscheint mir aber die einzige Möglichkeit der Vermeidung von überflüssigen Gefährdungen. Nebenbei weise ich darauf hin, dass die zweite Pflegeperson als "Praktikantin" beschrieben wurde und somit (noch?) gar nicht über den vollen Umfang der Gefährdung im Bilde sein musste/konnte.

Die Fehldarstellung im Sturzprotokoll wirkt gemäß der Schilderung "verfälschend". Das darf nicht sein! Im Übrigen: Die Standunsicherheit war, ebenso wie der Mangel an Faustschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit doch ein bekannter Punkt, über welchen sich Pflegende im Vorfeld informieren müssen - dafür wird doch eine Pflegeplanung gemacht.