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Aus kritischen Ereignissen lernen - Online-Berichts- und Lernsystem für die Altenpflege

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 Keine Hilfe in der Nacht

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Kommentare

15.09.2010 19:22 von Pfleger H.

Die Personalorganisation in der Nacht ist bei der stationären Altenhilfe durchaus schwierig.

Ausschlaggebend ist insbesondere, dass die vorgegebene Mindestpersonalbesetzung von den Trägern und Kontrollbehörden als Norm und ausreichend angesehen wird [...]. Die Kennzahlen haben eben wenig mit der Situation vor Ort zu tun. Außerdem wird es real bei dem momentan bestehenden Fachkräftemangel kaum möglich sein, eine zweite Fachkraft einzusetzen.

[...] Ich würde die Pflegedienstleitung fragen, wie ich in der genannten Situation handeln soll und diese damit in Handlungszwang bringen. Die PDL sollte dann anweisen, wie zu verfahren ist. Erkennt die PDL die Situation nicht, würde ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen, in der ich verantwortungsbewußt handeln kann.


20.07.2012 17:34 von kranke Schwester

Ich kann auf der einen Seite die Ignoranz der Leitung nicht verstehen, auf der anderen Seite aber auch die Ignoranz der Pflegenden auf den anderen Bereichen.

Ich selbst mache seit einem Jahr Dauernachtwache in einer Pflegeeinrichtung mit 60 Plätzen verteilt auf 3 Wohnbereiche. Meine Kollegin ist nicht examiniert.
Die Versorgung funktioniert nur durch Teamarbeit. So ist es für beide selbstverständlich z. B. die klingelnden Bewohner aufzusuchen, wenn die andere gerade auf einem anderen Bereich zu tun hat.


13.03.2013 21:58 von Corelia Schultz

Die geschilderte Situation ist für die Bewohner sowie für die Mitarbeitenden nicht zumutbar. Wen sich alle Kollegen einig sind, kann eine Situation auch geändert werden. Leider scheitert es zu oft am mangelnden Zusammenhalt. Wenn dann sogar die ausgegrenzt werden, die sich einsetzen, wird nie etwas verändert.

Ich möchte ein Beispiel nennen: In einer Alteneinrichtung, in der Bewohner abgesaugt werden müssen, besteht mit Sicherheit eine Pflegestufe 3+. Bei der Begutachtung durch den MDK besteht die Möglichkeit, schriftlich in den Vereinbarungen festzuhalten, dass diese Bewohner nur zu zweit zu pflegen sind. Da eine Nacht in der Regel zehn Stunden beträgt, ist dann die korrekte Versorgung der Bewohner von einer einzelnen Pflegenden nicht zu gewährleisten. Das ist dann das entscheidende Argument für die nächtliche Doppelbesetzung.

Es hilft nach Argumenten zu suchen - tut euch zusammen. Wir sind doch die Pflegefachpersonen, die die Pflegequalität zu verantworten haben. Wir haben doch alle auch mal was über Menschenwürde gelernt.