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 Fortwährende Beschwerden

21.02.2012 Handlungsfeld: Kommunizieren

 

Fortwährende Beschwerden

Ein Bewohner beschwert sich fortwährend bei Behörden.


Weitere Beschreibung Information zur Beschreibung
Was ist passiert?Ein geistig reger Bewohner beschwert sich immer wieder über die alltäglichen Dinge im Pflegeheimalltag. Zum Beispiel sei das Essen zu kalt, zu weich oder zu hart. Es sei zu wenig Wäsche im Schrank oder die Reinigung sei schlecht.

Er wendet sich immer wieder schriftlich an Behörden und Ämter. Diese reagieren zum Nachteil der Einrichtung.
AuslöserUnzufriedenheit des Bewohners, trotz aller Bemühen des Pflegepersonals.
Umgang mit der SituationAlle Beschwerden werden und wurden ernst genommen. Es wurden Gespräche mit den jeweiligen Berufsgruppen geführt.

Die Lösungen der Probleme dauern aber teilweise. Es gibt auch Probleme, die nicht zu ändern sind.
ArbeitsbereichPflege
ZeitFrühdienst
HäufigkeitWiederholt » 20 mal
VersorgungsformStationär » Klassisches Altenpflegeheim
BerichtendeMitarbeiter Pflege

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Kommentare

23.02.2012 22:40 von J.-U. Siedow

Wenn unter "Umgang mit der Situation" geschrieben wird "Die Lösungen der Probleme dauern aber teilweise. Es gibt auch Probleme, die nicht zu ändern sind." dann liegt der Gedanke nah, dass der Bewohner schlichtweg Recht hat.

Sollte der Bewohner hingegen ein notorischer Querulant sein, dann könnte man ihm auch durchaus eine Grenze setzen, welche ihm aufzeigt, dass er auch die Einrichtung wechseln könne, wenn er mit gar nichts zufrieden sei.
Das klingt im ersten Moment zwar "grob", ist aber eventuell eine gute Lösung, denn der Bewohner bezeugt ja auch seine - scheinbar chronische - Unzufriedenheit mit der Einrichtung. Er sollte aber dort unterkommen dürfen, wo er sich wohl fühlt und sein persönliches Maß an Zufriedenheit entwickeln kann.

Sollte er tatsächlich niemals mit seinen Lebensumständen zufrieden sein, dann würde das bestimmt bereits bei der Erfassung der Biografie festgestellt worden sein und ein entsprechendes Maß an Gleichmut seinen vermeintlichen Nörgeleien gegenüberstehen.

[...]

Mein Vorschlag ist es, den Bewohner konkret auf seine Bedürfnisse anzusprechen und ihn um Nennung seiner Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu bitten. Der Bewohner wird ja als "geistig rege" beschrieben, so dass er damit wohl umgehen können wird.


15.03.2012 21:32 von arni

Wenn sich immer wieder der gleiche Bewohner beschwert, dann muß doch an den Beschwerden etwas Wahres dran sein. Denn aus den Fingern wird er sich die Fehler bestimmt nicht gezogen haben.

Dem Bewohner sollte also zunächst einmal geglaubt werden. Das Pflegepersonal sollte dann dazu Stellung beziehen und dann sollte ein für alle akzeptabler Weg gefunden werden. Nur so kann dauerhaft Frieden einkehren.


16.03.2012 13:13 von Leni

Es gibt keine lösungsresistenten Probleme. Es gibt lediglich Probleme, deren Lösung etwas Zeit benötigt! Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, den Bewohner aktiv in die Problemlösung einzubeziehen. Wie würde er oder sie das Problem angehen?

Ist ein Bewohner mit der externen Wäscheversorgung unzufrieden, wird sie im nächsten Schritt im Haus gewaschen und wenn auch das keine Zufriedenheit herstellt, bleibt nur die Option, dass sich Bewohner bzw. Angehörige selbst darum kümmern müssen.

Ist ein Bewohner mit der Mahlzeitenversorgung unzufrieden, so wird nach speziellen Wünschen gefragt und darauf eingegangen. So gibt es regelmäßig Bewohnerwunschessen, die in "Küchenvisiten" erfragt werden und so auch auf dem Speiseplan erscheinen.

Ist die Reinigung der Räume unbefriedigend, sollte diese kritisch überprüft werden. Meist handelt es sich doch lediglich um Kleinigkeiten, auf die die betreffenden Bewohner aber sehr viel Wert legen.

Grundsätzlich kann gelten: Zuhören und den Bewohner in seinem Anliegen ernst nehmen dämpft meistens schon den größten Ärger.

Und schließlich dient eine gute Dokumentation eventuell auch eine außerordentlich genaue Dokumentation als Argument gegenüber Behörden und Ämtern.


23.09.2013 00:47 von Anonym

Wenn der Betroffene der einzige ist, der sich beschwert, glaube ich nicht das an den Beschwerden etwas dran ist. Entweder wollte er von Anfang an nicht in`s Pflegeheim und er wurde nur von seinen Angehörigen dazu "überredet" oder er ist einsam und sucht nach Gesellschaft. Auch wenn diese Gesellschafft auf eine destruktive Weise stattfindet.