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 Schuldzuweisung nach Sturz

15.09.2011 Handlungsfeld: Mitarbeiterführung

 

Schuldzuweisung nach Sturz

Einer Pflegenden wird vorgeworfen, eine Bewohnerin so mit dem Rollstuhl geschoben zu haben, dass sie gestürzt ist.


Weitere Beschreibung Information zur Beschreibung
Was ist passiert?Eine Bewohnerin wird von einem Altenpflegehelfer so schnell um die Ecke geschoben, dass sie aus dem Rollstuhl stürzt und  sich eine Schenkelhalsfraktur zuzieht.
Der Vorfall wird von einer anwesenden Pflegefachperson beobachtet.

Anschließend beschuldigen die beiden eine andere Pflegende, den Sturz verursacht zu haben.
AuslöserSowohl der Altenpflegehelfer als auch die Pflegefachperson können die zu Unrecht beschuldigte Pflegende nicht leiden.
Umgang mit der SituationDa die Pflegedienstleitung um ihre Stelle bangte, wurde der ganze Vorfall unter den Tisch gekehrt.
Somit wurde letztlich niemand zur Rechenschaft gezogen.

Die Angehörigen suchten daraufhin für die Bewohnerin ein anderes Pflegeheim.
Verbesserungs-
vorschläge
Warum werden Pflegende so lange getriezt, bis sie sich gegenseitig anlügen und beschuldigen?

Die Mitarbeiterführung muss so gestaltet werden, dass Mobbing gar nicht erst auftritt.
ArbeitsbereichPflege
ZeitFrühdienst
HäufigkeitErstmalig
VersorgungsformStationär » Klassisches Altenpflegeheim
BerichtendeMitarbeiter Pflege

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Kommentare

10.01.2013 01:38 von Anonym

Für eine Fahrt im Rollstuhl gilt (ebenso wie im Auto): anschnallen.

Es sollte selbstverständlich sein, dass die Anschnall-Klick-Gurte genutzt werden. Wenn es nötig ist auch die Vier- und Mehrpunkt-Gurte.


15.01.2013 09:32 von Anonym

Das Anschnallen im Rollstuhl stellt eine freiheitsentziehende Maßnahme dar, die einer richterlichen Genehmigung bedarf.

Bei diesem Vorfall drängt sich doch aber vielmehr die Frage auf, wie schnell ein Rollstuhl um die Ecke geschoben werden muss, damit eine Bewohnerin dabei herausfallen kann. Das hat doch nichts mehr mit Zeitmangel zu tun. Dass der Sachverhalt als Fehlverhalten erkannt worden sein muss, belegt dass eine nicht beteiligte Kollegin als Schuldige bezeichnet wurde, was dem Fass ja noch den Deckel aufsetzt.

Dass die Angehörigen ein anderes Heim gesucht haben, ist hier natürlich verständlich, jedoch hätte ich als Betroffener den Vorfall im Heim als Beschwerde formuliert, so dass eine Klärung hätte erfolgen müssen.


07.02.2013 16:06 von Anonym

Wenn morgens z. B. drei oder noch mehr Bewohner innerhalb einer halben Stunde gewaschen und zum Frühstückstisch in einem weit entlegenen Speiseraum gebracht werden müssen, ist Zeitdruck unumgänglich. Verständlich, dass der Pflegehelfer den Rollstuhl so schnell es geht schiebt. Bei gebrechlichen Bewohnern muss es dabei aber selbstverständlich sein, sie im Rollstuhl zu sichern. Die Klick-Gurte sind im Verkehr Pflicht und können danach leicht wieder geöffnet werden. Ob ein Flur im Altenheim ein "Verkehrsweg" ist, kann jeder selber entscheiden, für mich ist es so.


15.02.2013 13:10 von Anonym

Anschnallen im Rollstuhl, egal ob zum Transfer oder als Rausfallschutz ist eine freiheitsentziehende Maßnahme. Das sehe ich sehr kritisch. Niemand hat das Recht diese Maßnahme ohne richterliche Genehmigung und ohne Einwilligung des Bewohners durchzuführen.

Wenn ich mich aber mal in die Lage des Bewohners versetze, kann ich den Kommentar vom 07.02.2013, 15:06 von Anonym hier nicht nachvollziehen. Ich werde angeschnallt, damit der Pfleger mit mir über den Flur rennten kann? [...] Es handelt sich ist m. E. um ein klares Fehlverhalten. Lieber bringe ich einen Bewohner sicher und in Ruhe an seinen gewünschten Platz und benötige einige Minuten länger, als dass mein Fehlverhalten Konsequenzen wie die beschriebenen hat.


12.03.2013 18:54 von Jens

Eine empfehlenswerte Website: ReduFix - Reduktion von Fixierung

Dort wird deutlich, dass Fixierungen nicht mehr State of the Art sind. Es gibt Wege davon wegzukommen.